Täglich gehen 72.000 Koffer verloren – Koffer.de hilft.

Wenn der Koffer statt nach Palma de Mallorca (Airport Code: PMI) nach Port Moller (PML) in die USA fliegt… Dann ist er in bester Gesellschaft, denn solche Verwechslungen und andere Missgeschicke in der Art passieren ca. 72.000 mal täglich überall auf der Welt. Ärgerlich wenn man an der Gepäckausgabe steht, wartet und der eigene Koffer taucht einfach nicht auf.

Doch was nun? Wer hilft, wenn man ohne Kleidung und Zahnbürste am Flughafen steht?

  • Gehen Sie direkt zum Gepäckschalter, dieser befindet sich in der Regel in den Ankunftshallen des Airports und wird oft mit „Lost and Found“ ausgeschildert. Dort können Sie den Verlust ihres Reisegepäcks melden. Das Personal wird Sie nach Ihrem Ticket fragen und nach dem Gepäckabschnitt, den Sie beim Check-In erhalten haben.
  • Beschreiben Sie Ihr Gepäck möglichst genau, hierbei kann zum Beispiel ein Foto Ihres Koffers auf dem Handy sehr nützlich sein (Man muss nur vorher daran denken!). 
  • Sie erhalten eine Referenznummer und werden gebeten, Ihre Zieladresse anzugeben. Achtung, damit ist nicht automatisch Ihre Heimatadresse gemeint! Es sei denn, Sie sind gerade auf dem Heimweg.
  • Mit etwas Glück erhalten Sie dann Ihren Koffer noch am gleichen Tag kostenfrei geliefert.

 

Verlorenes Gepäck bleibt meist einfach auf dem Rollfeld liegen...

 

Was steht Ihnen zu, wenn Ihr Koffer verloren geht?

Leider gehen hier die verschiedenen Fluggesellschaften ganz unterschiedlich vor. Oft ist die Entschädigung abhängig von Flugklasse und Vielflieger-Status, aber im Normalfall dürfen sich die Passagiere auf Kosten der Airline mit dem Notwendigsten ausstatten. Wir empfehlen Ihnen daher direkt nach der Verlustmeldung am Lost and Found Schalter, zur Informationsstelle Ihrer Fluggesellschaft zu gehen und sich dort beraten zu lassen.

Sollte der Koffer auch 5 Tagen nicht wieder aufgetaucht sein, müssen Sie einen Fragebogen ausfüllen und den genauen Inhalt und Wert des Gepäcks beschreiben. Der Schadensersatz erfolgt dann innerhalb von ca. 30 Tagen und wird nach dem sogenannten Montrealer Übereinkommen pauschal abgerechnet. Ungeachtet des tatsächlich entstandenen Schadens werden dem Passagier 1131 Sonderziehungsrechte (SZR) ausgezahlt. Sonderziehungsrechte sind eine Währungseinheit des Internationalen Währungsfonds, zur Zeit entspricht ein SZR ca. €1,12 und basiert auf dem Wert aus der Summe von $0,66 , €0,423 , £ 0,111  und ¥12,1.  

 

 Tipps, um das Schlimmste zu verhindern:

  • Packen Sie Wertsachen wie zum Beispiel Dokumente, Zahlungsmittel, Laptop, Geld, Schmuck und Kamera lieber ins Hand-/Kabinengepäck. So haben Sie es immer im Blick.
  • Fliegen Sie falls möglich Non-Stop von A nach B – denn viele Gepäckstücke gehen beim Ver- bzw. Umladen verloren.
  • Versehen Sie Ihr Gepäck gut sichtbar mit Ihrer Heimatadresse.
  • Auf langen Flugreisen und wenn Sie umsteigen müssen, empfiehlt es sich, die wichtigsten Hygieneartikel sowie Ersatzunterwäsche ebenfalls im Handgepäck dabei zu haben.

 

Die gute Nachricht zum Schluss: Die meisten Gepäckstücke tauchen laut der auf Luftfahrtdaten spezialisierte Organisation SITA innerhalb von 48 Stunden wieder auf.

 

 

 

Das Titelbild stammt von Flickr vom Nutzer meenakshi madhavan. Das mittlere Bild wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Lars Plougmann.